Digitalisierung im Münsterland – etventure beim Tag der Weltmarktführer

09. November 2016

Am 7. und 8. November fand der Tag der Weltmarktführer Münsterland / Westfalen statt. Veranstaltet von der Wirtschaftswoche, einem der führenden Wirtschaftsmedien Deutschlands, trafen sich auf dem modernen Tobit.Campus in Ahaus die führenden Köpfe der Mittelständler und Konzerne aus der Region sowie Vertreter aus Politik und Verbänden. Beim exklusiven CEO-Vorabend-Event zeigte etventure Geschäftsführer Philipp Depiereux auf, wie der Mittelstand die Digitalisierung anpacken kann und warum eine Transformation unumgänglich ist.

Der Handlungsbedarf ist da – selbst wenn das noch nicht alle begreifen (wollen)

Tag der WeltmarktführerDie Digitalisierung stellt viele Unternehmen, Konzerne wie auch Mittelständler, vor große Herausforderungen. Digitale Technologien und der damit einhergehende  wirtschaftliche und gesellschaftliche Wandel führen schon jetzt zu enormen Veränderungen und zu einem unmittelbaren Handlungsbedarf bei den Unternehmen. Und dennoch wird die Notwendigkeit zur Transformation noch nicht überall erkannt. Das wurde beim Tag der Weltmarktführer deutlich. „Vielen Unternehmen geht es wirtschaftlich sehr, sehr gut. Da fällt es – verständlicherweise – schwer, bislang funktionierende Geschäftsmodelle plötzlich auf den Kopf zu stellen und neue digitale Modelle zu entwickeln“, so Philipp Depiereux. „Doch genau das erfordert die Digitalisierung. Denn die Geschwindigkeit dieses Wandels verläuft nicht linear, sondern exponentiell. Und wer heute noch ein rentables Geschäftsmodell hat, wird vielleicht schon in wenigen Monaten durch einen neuen, digitalen Player vom Markt verdrängt.“

In seinem Vortrag beim CEO-Vorabend-Event am Dienstag machte Depiereux deutlich, dass sich dieUnternehmenslenker aber nicht von der großen Aufgabe der Digitalen Transformation abschrecken lassen sollten, sondern ermutigte diese zum Handeln. Dabei zeigte er konkrete Erfolgsfaktoren auf, wie die Transformation gelingen kann. So ist die Digitalisierung in einer externen Unternehmenseinheit, fernab von der „Bewahrer-Organisation“, eine wesentliche Voraussetzung für die schnelle und agile Entwicklung neuer digitaler Geschäftsmodelle, ebenso wie die vorbehaltlose Rückendeckung durch Vorstand oder Geschäftsführung. Dies verdeutlichte auch Burkhard Dahmen, CEO des Anlagenbauers und etventure Kunden SMS group, der mit Philipp Depiereux die gemeinsamen Digitalprojekte der SMS group und insbesondere die Arbeit der Digital Unit SMS digital vorstellte. Er stellte klar: „Damit die Digitalisierung funktioniert, muss die gesamte Vorstandsebene dahinter stehen. Einen CDO braucht man dafür nicht.“

Tag der Weltmarktführer

Burkhard Dahmen, CEO der SMS group (links), im Gespräch mit Oliver Stock, Stv. Chefredakteur der Wirtschaftswoche, und Philipp Depiereux (rechts)

Hochkarätige Speaker, spannende Gespräche

Tag der WeltmarktführerAuch am gestrigen ganztägigen Konferenztag waren Innovation und Digitalisierung die bestimmenden Themen beim Tag der Weltmarktführer. Zu den hochkarätigen Speakern gehörten unter anderem Bildungsministerin Johanna Wanka und Antje Schubert, Vorsitzende der Geschäftsführung der iglo GmbH. Auch hier zeigte sich mitunter, dass das Verständnis für die Digitalisierung noch nicht überall angekommen ist. So erklärte Prof. h.c. Bodo Buschmann, CEO der BRABUS Group, einem Unternehmen aus dem Bereich Fahrzeugtuning, dass er weder an autonomes Fahren noch an die Elektromobilität glaube: „E-Autos werden die Otto-Motoren nicht ablösen“ Und merkte mit Verweis auf Steve Jobs an: „Ich brauche keinen schwarzen Rollkragen-Pullover, um innovativ zu sein.“ Zudem wurde deutlich, dass das Thema Digitale Transformation noch häufig mit einer reinen IT-basierten Prozessoptimierung gleichgesetzt wird, statt mit der generellen Umstellung von Geschäftsmodellen und der gesamten Unternehmenskultur auf digitale Gegebenheiten.
Tag der WeltmarktführerDie eigene etventure Kaffeebar bot für persönliche Gespräche und gegenseitiges Kennenlernen der Teilnehmer einen idealen Treffpunkt. Dort tauschten sich auch die beiden etventure Principals Lars Lüke und Daniel Groos sowie Senior Projektmanager Christian Reichmann mit den verschiedenen Unternehmensvertretern aus. „Für uns war der Tag der Weltmarktführer ein spannendes Event. Vor allem in den Gesprächen  haben wir weitere wichtige Einblicke in die Arbeits- und Denkweise des klassischen deutschen Mittelstands gewonnen, die für uns den Bedarf nach umsetzungsorientierter Beratung bestätigen“, zieht Christian Reichmann Bilanz. „Dass das Thema „digital“ sich nicht nur auf die IT und interne Abläufe bezieht, ist bei einigen erfolgsverwöhnten „Bewahrern“ jedoch noch nicht angekommen.“

Weitere Impressionen vom Tag der Weltmarktführer:

 

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