Der etventure Hackathon – Teil 1: Digitale Produktideen made in McPom

09. August 2016

Wo könnte man besser digitale Ideen entwickeln als in Mecklenburg-Vorpommern? Denn in diesem quasi „geschützten Raum“ Deutschlands ist man weit weg von der eigenen Organisation, Prozessen und Strukturen. Außerdem ist es ruhig und grün, es gibt viele Seen und es gibt deftiges Essen. Ein kleines Team von etventure hat sich dorthin aufgemacht, um den ersten etventure Hackathon durchzuführen. In Teil 1 berichten wir, wie die Idee dazu entstand, was ein Hackathon eigentlich ist und welche vielfältigen organisatorischen Hürden auf dem Weg dorthin überwunden werden mussten.

Hackbraten mit Rotkohl stand als Tagesangebot mit Kreide auf den Straßenaufsteller geschrieben. Auf der Mittagskarte gab es ähnliche Klassiker wie Eisbein oder Schnitzel mit Bratkartoffeln, die man in Laufdistanz von unserem Berliner Büro vergebens suchen würde. Wir befanden uns mitten in Mecklenburg-Vorpommern in der Gaststätte „Haus Seeblick“ auf dem Weg zu einem Wochenende, welches unsere Sicht auf das Thema Produktentwicklung bei etventure nachhaltig beeinflussen sollte.

Einfach mal machen

HackathonAber beginnen wir von vorne: etventure hat sich in den letzten Jahren als Digitalberatung und Company Builder international einen Namen gemacht. Ein wesentlicher Grund für diese rasante Entwicklung ist, dass etventure sich nicht alleine auf das reine Corporate Consulting beschränkt, sondern aktiv verschiedene Bereiche der digitalen Innovation in sich vereint und aufbaut. Neben der Zusammenarbeit mit internationalen Innovationstreibern, der Ausbildung von Führungskräften im digitalen Umfeld und dem Aufbau von eigenen Startups gehört dazu auch der klare Fokus auf die schnelle, hypothesengetriebene Umsetzung von Produktideen in all diesen Bereichen. Oder anders ausgedrückt anhand der inoffiziellen etventure Philosophie: „Nicht nur reden, sondern einfach mal machen!“

Deshalb hat etventure in den letzten Jahren sehr viel Energie in ein eigenes Team für die Produktentwicklung gesteckt, das Produktideen testet, Prototypen baut und diese in vergleichsweise kurzen Entwicklungszyklen als „Minimum Viable Products“ (MVPs) auf den Markt bringt, um so schnell und so kontinuierlich wie möglich Nutzerfeedback zu bekommen. Wir sind sehr stolz auf die Schnelligkeit, Professionalität und Qualität, mit der Ideen entwickelt und veröffentlicht werden. Gleichzeitig stand auch immer die Frage im Raum, was man mit diesem Team tatsächlich erreichen könnte, wenn der Fokus nicht im Rahmen des Daily Business durch parallel laufende Projekte, remote Arbeitsplätze und die (absolut sinnvollen und notwendigen) Abstimmungen mit Kunden und Stakeholdern beeinträchtigt wäre.

Hackathon? – Let’s do it!

HackathonAus diesem Grund haben wir beschlossen, den ersten offiziellen etventure Hackathon durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt hatten die wenigsten eine konkrete Vorstellung, wie ein Hackathon im Detail abläuft, geschweige denn an einem teilgenommen. Aber die Idee, konzentriert in kleinen Teams an ausgewählten Ideen zu arbeiten, stieß sofort auf positives Feedback und so begannen wir umgehend mit den Vorbereitungen. Da hypothesenbasiertes Arbeiten mittlerweile vollständig mit der DNA von etventure verwoben ist, haben wir natürlich auch für dieses Teamevent Hypothesen aufgestellt:

  1. 48 Stunden konzentrierte Arbeit an einem gemeinsamen Projekt in kleinen Teams außerhalb der normalen Büroumgebung werden sich extrem positiv auf die künftige Zusammenarbeit auswirken.
  2. Es ist möglich, mit dem aktuellen Produktentwicklungs-Team, bestehend aus Designern, Entwicklern, Produktmanagern und IT Operations, innerhalb von weniger als 24 Stunden mindestens fünf neue Produktideen zu einem vorgegebenen Thema zu entwickeln, zu konzipieren und in Form eines ersten Prototypen umzusetzen.
  3. Wenn wir eine Location zwischen Hamburg und Berlin finden, die von sich behauptet, stabiles WLAN zur Verfügung stellen zu können, dann können wir uns darauf verlassen.

Ohne zu viel vorwegnehmen zu wollen, muss ich an dieser Stelle leider sagen, dass nicht alle diese Hypothesen zu 100 Prozent validiert werden konnten. Aber genug der langen Vorrede. Konzentrieren wir uns direkt auf die detaillierte Beantwortung der Frage: Wie führt man mit einem fachlich gut durchmischten Team einen Hackathon durch und lohnt sich der ganze Stress überhaupt?

Definition „Hackathon“ laut Wikipedia:

Ein Hackathon (Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“) ist eine kollaborative Software- und Hardwareentwicklungsveranstaltung. Ziel eines Hackathons ist es, innerhalb der Dauer dieser Veranstaltung, gemeinsam nützliche, kreative oder unterhaltsame Softwareprodukte herzustellen. Die Teilnehmer kommen üblicherweise aus verschiedenen Gebieten der Software- oder Hardwareindustrie und bearbeiten ihre Projekte häufig in funktionsübergreifenden Teams.

Phase 1 – Vorbereitung:

Nachdem feststand, dass etventure dem Ruf, immer offen für neue Ideen zu sein, auch hier wieder absolut gerecht wird und das in seiner konkreten Ausgestaltung zu diesem Zeitpunkt noch völlig undefinierte Event voll unterstützen würde, ging es daran, einen Termin und eine Location zu finden. Da es aufgrund der aktuellen Projektlage unmöglich war, das gesamte Produktteam für zwei volle Tage aus dem laufenden Betrieb zu nehmen, suchten wir ein Wochenende, das für den Großteil des Teams passte. Damit war dann aber auch direkt klar, dass wir thematisch keinen konkreten etventure Business-Bezug vorgeben würden. Im Vordergrund sollte das Event als solches stehen.

HackathonAuch die eigenen Räumlichkeiten schieden aus psychologischen und platztechnischen Gründen direkt aus. Stattdessen versuchten wir, eine Location zwischen den Standorten Berlin und Hamburg für etwa 20 Leute mit stabilem WLAN und Seeblick zu finden. Seeblick war dabei eher Nice-to-have, aber man muss ja ein bisschen Verhandlungsspielraum offen lassen.

Obwohl es einige Locations gab, die unsere Anforderungen gut getroffen hätten, merkten wir schnell, dass ein recht kurzfristiger Aufenthalt in der Pre-Sommerferien-Phase für lediglich ein Wochenende keine gerngesehene Buchungsanfrage in der Ferienhausbranche ist. Mit ein wenig Glück und Verhandlungsgeschick fanden wir aber doch ein höchst idyllisch anmutendes Gutshaus bei Schwerin – mit Seeblick.

HackathonNun mussten lediglich noch die Anreise mit Privatautos, die mitzubringende Hardware und ein Thema organisiert werden. Letzteres zu finden, fiel uns am schwersten. Um möglichst viel kreativen Freiraum zu lassen, aber dennoch sinnvolle und Mehrwert stiftende Prototypen zu ermöglichen, entschieden wir uns letztendlich für den folgenden Claim, mit dem wir problemlos auch bei einem Woodstock-Revival oder auf der Loveparade antreten hätten können: “Let’s make the World a Better Place.” #loveandpeace #flowerpower #longhair #morethanretro

Im Endeffekt haben die daraus resultierenden originellen Ideen aber gezeigt, dass man kein Hippie sein muss, um damit etwas anfangen zu können. Wie diese Ideen konkret aussehen, erzählen wir euch in Teil 2. Stay tuned!

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