Wie wird man ein wertvoller Partner für Startups? – Alexander Franke auf dem Corporate Incubation and Acceleration Summit

03. Dezember 2015

Startups arbeiten, testen und verkaufen anders als traditionelle, etablierte Unternehmen. Letztere investieren viel Zeit und Geld in die Entwicklung neuer Produkte, um die Bedürfnisse der Nutzer zu befriedigen. Entwicklungszyklen von bis zu drei Jahren und Investitionen von mehreren Millionen Euro sind nicht unüblich. Startups haben dagegen weder die Zeit noch das Budget und gehen den Prozess der Produktentwicklung deshalb in ständiger Rücksprache mit den potenziellen Nutzern an. So beschrieb Alexander Franke, Interim Managing Director bei kloeckner.i und Geschäftsführer der etventure business ignition auf dem gestrigen Corporate Incubation and Acceleration Summit (CoInAAc) im Berliner hub:raum seine Erfahrungen aus dem Aufbau der Digitaleinheit kloeckner.i des Stahlkonzerns Klöckner & Co.

Startups entwickeln dabei sogenannte Minimum Viable Products (MVPs), die dem Lean Gedanken entsprechend möglichst schnell die wichtigsten Funktionen erfüllen sollen. Die Produkte werden dann – zusammen mit dem Nutzer – stetig verbessert. Für eine Symbiose von Unternehmen und Startup wie etventure sie darstellt, müssen die Entscheidungsträger deshalb einerseits das notwendige Know-how haben, um Startups auszuwählen und aufzubauen, die eine enge Verbindung zum Kerngeschäft des Unternehmens haben. Außerdem müsse eine Arbeitskultur etabliert werden, die das Testen neuer Ideen und Produkte möglich macht, so Franke. Wichtig sei es, den Startups ein wertvoller Partner zu sein.

Doch wie gelingt das? Zentral ist es, die Natur von Startups und deren agile, nutzerzentrierte Arbeitsweise zu verstehen. Der Anwender steht im Mittelpunkt des Prozesses, denn ohne ihn können Startups langfristig nicht erfolgreich sein. Dennoch sollten Fehler erlaubt sein, um den Nutzer und seine Bedürfnisse in der Entwicklung besser verstehen zu lernen. Nicht zuletzt gelte es, erfolgreiche Projekte und Kooperationen mit Startups in der eigenen Branche zu unterstützen und voranzutreiben.

How to be a Valuable Partner for Startups - Alexander Franke auf dem CoInAAc

Wie wird man ein wertvoller Partner für Startups?

Die zweitägige Veranstaltung beschäftigte sich mit Unternehmens-Inkubatoren und Acceleratoren. Tag 1 startete mit Design Thinking Workshops und der Frage, „Wie baut man einen Inkubator/Accelerator überhaupt auf, worauf kommt es an?“. Im Rahmen der Konferenz wurden Herausforderungen diskutiert sowie am zweiten Tag in sogenannten Best-Practice Slams verschiedene Herangehensweisen vorgestellt. Insgesamt nahmen mehr als 150 Unternehmen am CoInAAc teil. Neben kloeckner.i bzw. etventure waren darunter namhafte Vertreter wie PayPal, RWE, Cisco, Microsoft und Wayra UK.

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