Remote Work = Better Work? – Ein Gastbeitrag zur etventure Blogparade

Die Digitalisierung macht es möglich: Flexibles Arbeiten, egal ob im Home Office oder in einer Strandbar – Grenzen setzt nur das WLAN Signal. Inwieweit Remote Work unsere Arbeitswelt verändert und wie das erfolgreich gelingen kann, erklärt unser Gastautor und Gründer von Cuckoo, Lasse Kroll, in seinem Beitrag zur Blogparade #BetterWork.


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Lasse Kroll, Gründer & Vorstand Cuckoo

Was wäre, wenn Du dort arbeiten könntest, wo es dir gerade am besten passt?

Unsere heutige Arbeitswelt steht am Beginn einer tiefgreifenden Transformation. Dabei wird es nicht nur darum gehen, welche Aufgaben in Zukunft von Robotern und Algorithmen übernommen werden, sondern um den Arbeitsbegriff und die Definition von Arbeit an sich. Die Digitalisierung verändert einerseits unsere Aufgabenprofile, andererseits führt sie zu einer starken Flexibilisierung und lässt die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit zunehmend verschwimmen. Natürlich bringt das auch Schwierigkeiten und Herausforderungen mit sich. Ich möchte heute aber primär auf die Chancen eingehen, die sich insbesondere hinsichtlich der räumlichen Komponente von Arbeit ergeben.

“Wäre es nicht längst an der Zeit, die sture Anwesenheitspflicht im Büro abzuschaffen?”

Deutschland ist mehr denn je ein Land der Pendler. Jeden Tag quälen sich Millionen von Menschen über lange Strecken zur Arbeit und wieder zurück zum Wohnort, nur um in einem Büro am Laptop zu sitzen und digital ihre Arbeit zu verrichten, die sie auch von überall anders aus machen könnten. Was für ein Irrsinn! Wäre es nicht längst an der Zeit, die sture Anwesenheitspflicht im Büro abzuschaffen und flexible Arbeitsmodelle auszuprobieren?

“Selbstbestimmte Arbeit, die sich flexibel der individuellen Lebenssituation anpasst und nicht umgekehrt”

Remote Work hat das Potenzial, auch im beruflichen Alltag von vielen Menschen eine spürbare Verbesserung zu bewirken. Selbstbestimmte Arbeit, die sich flexibel der individuellen Lebenssituation und dem persönlichen Lebensmittelpunkt anpasst und nicht umgekehrt – das ist für uns Better Work auf den Punkt gebracht. Denn die Nachteile des täglichen Pendelns für Millionen von Arbeitnehmern liegen auf der Hand und sind vielfach beschrieben: vermehrter Stress, zu wenig Zeit für Freunde und Familie, hohe Kosten und viel unproduktive Zeit im Stau, eine starke Umweltbelastung für Städte und Gemeinden sowie zu guter Letzt hohe Büromieten in Innenstadtlagen für Unternehmen. Kluge Remote Work Konzepte ermöglichen es, die Arbeit verstärkt zu den Menschen zu bringen und damit das Pendeln schrittweise zu reduzieren. Neben den Arbeitnehmern werden auch aufgeschlossene Arbeitgeber von dieser Entwicklung profitieren, denn sie haben entscheidende Vorteile bei der Rekrutierung und Bindung von Fachkräften.

“Remote Work bedeutet nicht automatisch Home Office”

Kritiker mögen nun einwenden, dass die Arbeit im Home Office unproduktiv sei und eine fehlende Abgrenzung von Berufs- und Privatleben zu neuen Problemen führt. Diese Punkte sind sicherlich nicht von der Hand zu weisen. Deswegen benötigen funktionierende Remote Work Konzepte nicht nur einfach zu bedienende digitale Tools, sondern insbesondere klare soziale Regeln, Verantwortungsbewusstsein und stetige Reflexion bei allen Beteiligten.

Studien zeigen, dass die Produktivität und die Zufriedenheit der Mitarbeiter deutlich ansteigen, wenn flexible Arbeitsweisen ganzheitlich und gut durchdacht umgesetzt werden. Remote Work bedeutet nämlich nicht automatisch Home Office – die soziale Komponente und der Austausch mit anderen in dafür geeigneten Räumlichkeiten sind überaus wichtig.

“Raus auf’s Land! Arbeiten im Grünen wird zu einer echten Alternative”

Diese räumliche Infrastruktur könnten dezentrale Coworking Spaces auch im ländlichen Raum oder in der Peripherie großer Städte in Zukunft bieten. Ein vielversprechendes Pilotprojekt der Heinrich-Böll-Stiftung ist das CoWorkLand in Schleswig-Holstein. Pendler erhalten die Möglichkeit, in der Nähe ihres Wohnortes im Coworking Space zu arbeiten, anstatt täglich ins firmeneigene Büro in der nächstgelegenen Großstadt pendeln zu müssen. Wenn diese Ansätze konsequent angegangen und die flächendeckende Verfügbarkeit von schnellem Internet und Mobilfunk endlich Realität werden, könnte es schon bald heißen: “Raus auf’s Land! Arbeiten im Grünen wird zu einer echten Alternative.”

Sie haben ebenfalls eine Meinung zu #BetterWork? Dann nehmen Sie noch bis 31. August an unserer Blogparade teil!

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Autor

Marie-Christin Bergmann ist Praktikantin in der PR bei etventure. Zuvor hat sie Mediengestaltung gelernt und ein Studium im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Unternehmenskommunikation abgeschlossen.

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