#DIGITALLEARNING 1 – So geht agiles Arbeiten

Wissen ist Macht – gerade wenn es um die Digitalisierung geht. Deshalb wollen wir unseren Lesern mit der Blog-Serie #DIGITALLEARNING regelmäßig Methoden, Tools und Know-how rund um Digitalisierung und Innovation vermitteln. Der Startschuss fällt diese Woche mit dem Thema „Agiles Arbeiten“.


Neue Herausforderungen

Auf der ganzen Welt werden Unternehmen zunehmend durch sich immer schneller verändernde Kundenbedürfnisse und Marktgegebenheiten herausgefordert. Die rasante technologische Entwicklung der letzten Jahre ist dabei natürlich ein wesentlicher Treiber. Auch das Projektmanagement und die Art, wie in den Unternehmen gearbeitet wird, wandeln sich dementsprechend. Steigender Wettbewerb, individualisierte Produkte, kürzere Zyklen in der Produktentwicklung – die neuen Herausforderungen gehen über die Grenzen des klassischen Projektmanagements weit hinaus. Die klassischen Arbeitsmodelle können auf sich stets ändernde Anforderungen nur träge reagieren. Fehlplanungen und Verzögerungen, Rücksprünge und Wiederholungen ganzer Projektphasen kosten viel Zeit und Geld.

Wenn Unternehmen die Herausforderungen der digitalen Welt meistern und zukunftsfähig bleiben wollen, müssen sie reagieren. Um schneller und genauer auf Kundenwünsche und Veränderungen auf dem Markt reagieren zu können, setzen innovative Unternehmen vermehrt auf Agilität. Doch was genau heißt “agil”?

Der Agilität auf der Spur

Der Begriff “agile” (flink, beweglich) kommt ursprünglich aus der Software-Entwicklung. Agile Entwicklungsmethoden sehen keine “Pflichtenhefte” vor. Stattdessen werden am Anfang des Entwicklungsprozesses nur wenige Basisfunktionalitäten bestimmt. So kann das Projekt sofort starten, ganz ohne Verzögerung. Bereits in der Phase der aktiven Projektumsetzung können jederzeit neue oder angepasste Anforderungen definiert werden. Wird beispielsweise festgestellt, dass die Software andere Funktionen haben muss als bisher angenommen, ermöglicht das iterative Vorgehen der agilen Entwicklungsmethode die Erfahrungen aus dem laufenden Projekt in den weiteren Entwicklungsprozess mit einfließen zu lassen, und sich an die veränderten Umstände schnell und erfolgreich anzupassen. Dadurch wird nur das entwickelt, was tatsächlich von Nutzen ist.

Agiles Arbeiten und “agile Kultur”

Aktuell hat sich agiles Arbeiten als eine sehr erfolgreiche Arbeitsmethode in allen Bereichen des Projektmanagements durchgesetzt. Die Vorteile liegen auf der Hand: Agilität ermöglicht eine höhere Anpassung an Kunden- und Marktanforderungen, eine enge Einbindung des Kunden in den Projektfortschritt sowie mehr Transparenz und Wissenstransfer.

Beim agilen Arbeiten geht es aber um mehr als nur eine Arbeitsmethode. Der Umstieg auf eine effizientere, schnellere und anpassungsfähigere Arbeitsweise verlangt auch eine innovative, neuartige Unternehmenskultur, die ständige Weiterentwicklung, Flexibilität, Vertrauen und Wertschätzung fördert. Die kulturelle Veränderung, die mit der Umsetzung der agilen Arbeitsmethoden einhergeht, darf also nicht unterschätzt werden und ist als einer der Key-Erfolgsfaktoren des Unternehmens in der digitalen Welt zu verstehen.

Agile Methoden

Es gibt unterschiedliche agile Methoden mit ganz eigenen Vor- und Nachteilen. Im Rahmen der Serie #DIGITALLEARNING werden wir die wichtigsten in regelmäßigen Abständen vorstellen und unter die Lupe nehmen. Den Start macht nächste Woche das wahrscheinlich bekannteste Framework aus dem Bereich des agilen Arbeitens – SCRUM.

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Autor

Yana Khalitova studierte in Bonn Politik- und Sprachwissenschaften und war bereits in mehreren Berliner Startups tätig, wodurch sie Erfahrungen in operativen Prozessen und Konzepten zur innovativen Arbeitsweise gesammelt hat. Seit Oktober 2016 ist Yana Khalitova für den etventure Learning Hub tätig.

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