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Von Digitalisierung und digitaler Transformation – Die wichtigsten Themen der Woche (KW 41) im Überblick

09. Oktober 2015

In unserer Rubrik „Von Digitalisierung und digitaler Transformation“ geben wir alle zwei Wochen einen Überblick, welche Themen und Schwerpunkte führende Medien im Zusammenhang mit der Digitalisierung setzen. Ein – zugegeben selektiver – Gradmesser, wo die Wirtschaft in Sachen Digitalisierung steht.

Hier die wichtigsten News in der Zusammenfassung.

Kredite ohne Kaffee (Süddeutsche Zeitung)

Digitalisierung in der Bankenbranche war erst letzte Woche großes Thema bei der ersten Fintech-Konferenz der etventure Tochterunternehmen FintechStars und Berlin School of Digital Business. Banken wie UBS, Consorsbank und HypoVereinsbank sowie FinTechs, wie quirion, vaamo und wikifolio standen sich in Fünf-Minuten Pitches gegenüber und haben präsentiert wie gut ihre digitalen Lösungen heute die Bedürfnisse der digitalaffinen Kundengeneration erfüllen. Die Banken lagen dabei in der Wertung deutlich hinter den FinTechs. Insgesamt hat das FinTech-Startup Wikifolio diesen „Fin-Slam“ für sich entschieden.

Dass die Bankenbranche in Zeiten der Digitalisierung mit einem veränderten Anspruchsverhalten der Kunden konfrontiert ist, sieht auch die Süddeutsche Zeitung. “Neue Start-ups wollen die Spielregeln verändern”. So stellt Bundesbankvorstand Andreas Dombret fest, dass “die aktuelle Digitalisierungswelle nicht nur einzelne Prozesse vereinfacht und beschleunigt, sondern auch viele Spielregeln des Bankgeschäfts verändern wird.” So möchten Kunden auch über Alternativ- und Konkurrenzprodukte informiert, sowie die Vor- und Nachteile erläutert wissen. Es zeige sich jedenfalls, vieles ginge heute auch ohne persönlichen Kontakt zu einem Bankberater, mit dem der Kunde früher einmal bei einer Tasse Kaffee über die Lage der Dinge gesprochen hat. Dies bedeute aber keinesfalls eine Entfremdung. „Durch das Internet sind die Banken so nah am Kunden, wie sie es noch nie gewesen sind.“

Unser Geschäft bekommt ganz neue Spielregeln (Süddeutsche.de)

Auch für die Automobilindustrie ist die Digitalisierung mittlerweile ein zentrales Thema. Die Internationale Automobilausstellung (IAA) stand ganz im Zeichen der digitalen Vernetzung und Automatisierung. Traditionelle Automobilhersteller sehen sich in Konkurrenz mit digitalen Playern und Datenkonzernen wie etwa Tesla oder Google. Erst kürzlich kauften BMW, Daimler und Audi den Kartendienst Here. Im Interview mit der SZ äußerte sich BMW Chef Harald Krüger: „Unser Geschäft bekommt ganz neue Spielregeln. Wir müssen an vielen Stellen schneller werden, […] die neuen Regeln perfekt beherrschen.“

Warum Roboter uns doch nicht so viele Stellen klauen (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

Digitalisierung, so schreibt die FAZ, sei für viele Arbeitnehmer nur ein „Synonym für die Apokalypse“, bedeute „den baldigen Untergang des Humankapitals“. Indes kam das Institut der deutschen Wirtschaft zu einem ganz anderen Ergebnis: Der Anteil an den befragten 1394 Unternehmen, welche zukünftig mehr Mitarbeiter beschäftigen wollen, übersteigt den Anteil jener, die zu reduzieren planen. Jedoch ließ sich ein erhöhter Bedarf an Facharbeitern und Akademikern verzeichnen. So zieht der technische Fortschritt, wie auch die Globalisierung einen Trend zur Höherqualifizierung nach sich. Die Autoren sind sich einig, dass die Fähigkeit des Menschen, sich neuen Anforderungen anzupassen, ihn zu einem „wichtigen und unersetzlichem Erfolgsfaktor“ macht.

Ohne Weiterbildung keine Industrie 4.0 (Der Tagesspiegel)

Ähnlich argumentiert IG-Metall-Chef Detlef Wetzel im Interview mit dem Tagesspiegel: „Die Digitalisierung setzt ja sehr stark auf kluge und motivierte Fachkräfte, die bereit sind, sich zu verändern und den Weg mit zu gehen“. Und warnt und ruft damit gleichzeitig auch Unternehmen dazu auf, Mitarbeiter nicht etwa im Ungewissen zu lassen. Weiterbildung sei dabei ebenso wichtig für den Erfolg, wie die Beteiligung der Arbeitnehmer.

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