Von Digitalisierung und digitaler Transformation – Die wichtigsten Themen der Woche im Überblick

24. Juli 2015

In unserer Rubrik „Von Digitalisierung und digitaler Transformation“ geben wir alle zwei Wochen einen Überblick, welche Themen und Schwerpunkte führende Medien im Zusammenhang mit der Digitalisierung setzen. Ein – zugegeben selektiver – Gradmesser, wo die Wirtschaft in Sachen Digitalisierung steht.
 
Hier die wichtigsten News in der Zusammenfassung.

Wir müssen uns auf grundlegende Veränderungen unserer Wirtschaft einstellen (The Huffington Post)

Laut Huffington Post hat die industrielle Fertigung durch die zunehmende Vernetzung von Maschinen und Daten durch das Internet das Potential, die DNA globaler Industrie grundlegend zu verändern. Hierzu bedarf es dem Pragmatismus und auch dem Mut, die sich ergebenden, enormen Wertschöpfungs- und Wachstumspotentiale zu nutzen.

Zwei Drittel der deutschen Industriemanager glauben, dass dieser Wandel lediglich einzelne Produktionsbereiche betreffend wird – dies sei schlicht „eine bedrohliche Verengung der Diskussion“, so die HuffingtonPost.

So wird das Industrial Internet, als die Schnittstelle zwischen Produktion und Kunde das Wirtschaftsleben grundlegend revolutionieren, neue Geschäftsmodelle hervorbringen und unternehmensübergreifende Zusammenarbeit forcieren.

Digitalisierung braucht geeignete Infrastrukturen (Computerwoche)

Hier knüpft auch die Computerwoche an: Gestandene Geschäftsmodelle waren bereits angesichts der Globalisierung in der Regel zu unflexibel und lokal gedacht. Seit dem habe sich zwar viel getan, „doch die meisten Unternehmen verlassen sich auf IT-Infrastrukturen und Applikationen, die entwickelt und ausgerollt wurden, bevor Cloud Computing, Bring Your Own Whatever oder Internet of Things Realität wurden.“

Das Thema müsse vom Kunden aus gepackt werden: „Das digitale Geschäft basiert auf interagierenden Menschen, flexiblen Geschäftsmodellen und Dingen, die sich über das Internet steuern lassen“

Zahlreiche Studien kommen zu dem Schluss, dass vielen Unternehmen schlicht das Know-how zur Umsetzung dieser Strategien fehlt, um sich langfristig in einer gnadenlos digitalen Geschäftswelt zu behaupten.

Banken – Hilfe, wir werden disrupted! (Gründerszene)

Gründerszene Chefredakteur Frank Schmiechen greift in diesem Zusammenhang gern die Warnung des Bundesbank-Vorsitzenden Dombret auf dem „Bankenaufsicht im Dialog“ – Symposium auf, die Digitalisierung nicht zu verschlafen. Digitale, branchenfremde Wettbewerber werden sich einer vorliegenden Studie zufolge in einem Zeitraum von vier Jahren Marktanteile von bis zu 12% gesichert haben.
Einfach nur abzuwarten wird „vermutlich in eine Sackgasse führen“, so Dombret. Haben doch Firmen wir Apple oder PayPal längst neue Formen des Bezahlens eingeführt und nutzen ihren riesigen Kundenstamm, um Datenmanagement mit Bankleistungen zu verbinden.

Digitalisierung und Arbeitszeit: Wie flexibel müssen wir eigentlich arbeiten? (WirtschaftsWoche)

Neben der grundlegenden Veränderung ganzer Branchen und Geschäftsmodelle, bringt die Digitalisierung tiefgreifende Veränderungen in Art und Form von Arbeit und Führung mit sich. Dies hat auch die WirtschaftsWoche aufgegriffen. „Produkte, Technologien, Arbeitsweisen – alles ist im Wandel.“ Dies stelle sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer vor eine Herausforderung. „Wie sollen wir mit den sich stetig verändernden Anforderungen umgehen? Was machen wir mit der dauerhaften Erreichbarkeit und mit den Wünschen der Arbeitnehmer nach flexibleren Arbeitszeit- und Arbeitsplatzmodellen?“ Zumindest über eine flexiblere Gestaltung der Arbeitszeit werde nun nachgedacht. Dies gewinne angesichts der Digitalisierung  immer mehr an Bedeutung.

 

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