Traumberuf Gründer – Buchautor und Unternehmer Felix Plötz über den Erfolgsfaktor Generation Y

01. Juni 2017

10.000 Dollar verdienen innerhalb von 37 Tagen. Das war das Ziel von Eric Migicovsky. Stattdessen hat er 10.266.845 Dollar verdient – und zwar in der gleichen Zeit. Die zehntausend hatte er bereits nach zwei Stunden zusammen. Der heute Dreißigjährige hat die Smartwatch erfunden, noch lange bevor Apple und Co. auf dem Markt waren – und so über Nacht seinen Traum verwirklicht. Diese Erfolgsgeschichte ist aber kein Einzelfall, es gibt viele vergleichbare. Über die Faktoren für solche Erfolgsgeschichten berichtet Felix Plötz.

„An etwas Großem mitarbeiten“

Einfach mal machen!Felix Plötz blickt in die Gesichter vieler gespannter Zuhörer in einem bis auf den letzten Platz gefüllten Konferenzraum. „Wer in diesem Raum ist zwischen 20 und 30 Jahre alt? Und wer arbeitet jeden Tag mit Menschen zusammen, die zwischen 20 und 30 Jahre alt sind?“ lautete die Frage. 100 Prozent der Mitarbeiter von etventure können zumindest die zweite Frage mit „Ja“ beantworten. Mit dieser Altersgruppe ist die sogenannte Generation Y gemeint. Sie steht für Flexibilität, eine kreative Arbeitsweise und den Willen, sinnvolle Arbeit zu leisten und Potentiale voll auszuschöpfen. „An etwas Großem mitarbeiten“ und „nicht nur leben, um zu arbeiten“, so ihre Vision. Doch was steckt wirklich hinter dieser Generation? Felix Plötz ist Autor, Unternehmer und gleichzeitig Vertreter der Generation Y. Er ist zu Besuch beim zwölften „Mega Talk“ im Münchener Office von etventure, denn er weiß genau, worauf es ankommt, wenn man ein junges Unternehmen gründen möchte, um so seinen Traum auszuleben.

„Einfach mal machen!“

Erfolgsgeschichten, wie die des Smartwatch-Gründers Eric und auch anderen können laut Plötz als Erfolgsfaktor gesehen werden. Ein weiteres Beispiel: Wer in einer größeren Stadt über den Busbahnhof läuft, wird merken: Mittlerweile sind fast alle Busse grün. „MeinFernbus“ und „Flixbus“ steht auf ihnen. Deutschlandweit sind die Fernbusse unterwegs, bald vielleicht schon in ganz Europa. Sie sind ganz einfach online buchbar und erfreuen die Mitfahrer mit niedrigen Preisen. Auch die Erfolgsstory von „MeinFernbus“ startete ganz klein als Idee in der WG-Küche zweier Studenten. Torben Greve und Panya Putsathit. Mittlerweile hat sich das Busunternehmen mit seinem einstigen Konkurrenten „Flixbus“ zusammengetan. Innerhalb von wenigen Monaten wurde die Sache so groß, dass die grünen Riesen heute kaum noch von der Straße wegzudenken sind.

Was treibt diese Generation an?

Einfach mal machen!Felix Plötz zeigt in seinem Vortrag die Maslowsche Bedürfnispyramide. „Selbstverwirklichung“ steht an der Spitze. „Was aber heißt das: Selbstverwirklichung?“, fragt er in die Runde. Die eigene Persönlichkeit entfalten, indem man seine Talente und Möglichkeiten nutzt, könnte eine Definition sein. Diese recht statische Pyramide solle dabei eher dynamisch sein. Denn Bedürfnisse würden zusammenhängen und überlappen. Laut Plötz seien außerdem drei Dinge wichtig, um sich selbst zu verwirklichen: Man solle selbstbestimmt sein, unternehmerisch und seinen Traum erstmal neben dem Job ausleben. Überstürzt beim Arbeitgeber zu kündigen sei nämlich der falsche Weg. Aber ein bisschen „Crazyness“ sei für die Gründung eines Startups vorteilhaft und dieser gewisse Grad an Verrücktheit und Kreativität mache eben diese Generation aus. „Denn nur wer ein kleines bisschen mutiger ist als alle anderen und „einfach mal macht“, schafft es auch, seine Idee in die Tat umzusetzen“.

Der „Mega Talk“ wird jeden ersten Donnerstag im Monat von etventure veranstaltet, um über spannende und relevante Themen aus den Bereichen Digitalisierung und Startup zu diskutieren und sich anschließend auszutauschen. Auch externe Gäste sind in der Regel willkommen. Wer sich für den Besuch des nächsten Vortrags interessiert, kann eine E-Mail schreiben an: kontakt@etventure.com.

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