Neues aus Fernost: Projekte in Asien, Meetups in Indien und ein Büro in Hongkong

12. Mai 2017

Wenn man an Digitalisierung denkt, kommt einem meist zuerst das Silicon Valley in den Sinn. Die Tech-Giganten aus dem Valley – Facebook, Google, Tesla und Co. – lassen einen oft vergessen, dass in anderen Teilen der Welt auch Innovation entsteht. Zum Beispiel in Asien. China hat mittlerweile die meisten Internetnutzer der Welt und ist Vorreiter in den Bereichen E-Commerce und Mobile Payment. Auch bei der Entwicklung alternativer Antriebssysteme setzen China und Japan derzeit die Maßstäbe. Und Städte wie Peking, Shenzhen, Shanghai, Singapur oder Bangalore gehören zu den wichtigsten Startup Hubs weltweit.

Grund genug, dass auch etventure mittlerweile seine Zelte in Asien aufgeschlagen hat. Von Hongkong aus betreuen wir unsere Kundenprojekte und entwickeln neue digitale Produkte und Geschäftsmodelle für asiatische Nutzer.

Pro-bono-Projekt in Thailand

AsienFür einen unserer Kunden unterstützen wir ein Pro-bono-Projekt in Thailand. Ziel ist die Entwicklung neuer Produkte, mit denen die Lebensbedingungen von rund 10 Millionen Menschen in ländlichen Regionen verbessert werden sollen. Dabei handelt es sich beispielsweise um einen “Solar Dryer”, mit dem durch Sonnenenergie Früchte getrocknet werden – damit wird die Trocknung deutlich energieeffizienter, billiger und sauberer als zuvor.

Da der Kunde als Hersteller von Werkstoffen ganz am Anfang der Wertschöpfungskette steht, geht es zunächst darum, Partner zu finden, durch die die Endkonsumenten schnell erreicht werden können. Ein weiterer Aspekt ist die Zusammenarbeit mit NGOs, um Endkunden in der Anwendung der Produkte zu schulen. etventure fungiert dabei als Partner und unterstützt vor allem bei der Entwicklung der Go-to-Market- und Partnerschaft-Strategie. Schon jetzt zeigt das Projekt anschaulich, dass sich Social Impact und Profit nicht ausschließen müssen.

Go-live für den Online-Kanal in Asien, Europa und dem mittleren Osten

Seit August 2016 begleitet und unterstützt etventure einen deutschen Chemiekonzern im Rahmen eines Projekts in Asien – von der Durchführung der Kundeninterviews über die Identifizierung der „Pain Points“ und die Entwicklung erster Prototypen bis hin zum konkreten MVP. Anfang April war es soweit: Zum ersten Mal wurden Kunststoffgranulate über den neu geschaffenen Online-Kanal an ausgewählte B2B-Kunden verkauft. Der globale Test des Kanals erstreckte sich über verschiedene Länder in Asien, Europa und den mittleren Osten. Der Online-Kanal ermöglicht es, zusätzliche Granulat-Mengen spontan und schnell an verschiedene Kunden weltweit anzubieten. Dadurch haben die Kunden nun mehr Alternativen in der Beschaffung.

Nach einem sehr erfolgreichen Start, wird die Validierung mit ausgewählten Pilotkunden in den nächsten Monaten weiter fortgesetzt. Zudem soll der Kanal auch in anderen Segmenten getestet werden.

Meetups in Neu-Delhi und Mumbai

AsienVor kurzem präsentierte sich außerdema uch der etventure Startup Hub auf Startup-Meetups in Indien. In Neu-Delhi und Mumbai stellten die Senior Projektmanager Heike Kraft und Taro Hildebrand den Meetup-Teilnehmern die Arbeit von etventure und das Berliner Startup-Ökosystem vor. „Berlin ist vielen Gründern hier durchaus ein Begriff“, erklärt Heike Kraft. „Allerdings wissen viele nicht, wo konkrete Anknüpfungspunkte in der Berliner Digitalwirtschaft bestehen.“

Auf diese Weise können nicht nur Brücken von Asien nach Berlin, sondern auch umgekehrt gebaut werden. Bei den Asia-Pacific Weeks, die vom 15. bis 28. Mai in Berlin stattfinden, wird Gründer und Geschäftsführer Christian Lüdtke im Panel zum Thema „Asia meets Europe – The rise of startup ecosystems“ sprechen und eine Keynote über “Connecting the Dots – Startup trends across continents and how corporates can leverage these” halten.

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