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Die W&W Digital gehört zu Deutschlands besten Innovationslaboren

23. Juni 2017

Immer mehr Konzerne gründen Digilabs, Innovation Hubs oder Acceleratoren. Das Ziel: Neue zukunftsweisende Digitalideen und Geschäftsmodelle entwickeln und dem Unternehmen insgesamt mehr Gründergeist und Modernität einhauchen. Doch was taugen die Digitallabore tatsächlich? Um das herauszufinden, hat das Wirtschaftsmagazin Capital gemeinsam mit der Hamburger Managementberatung Infront Consulting eine umfangreiche Studie durchgeführt und die verschiedenen Initiativen genau unter die Lupe genommen. Auch die W&W Digital gehört dazu – und landete auf einem guten 6. Platz von insgesamt 34 Innovation Hubs.

Das Joint Venture von Wüstenrot & Württembergische und etventure, das Ende 2015 gegründet wurde, hat sich mittlerweile zu einem echten Company Builder entwickelt. Zu den Startups, die unter dem Dach der W&W Digital entstanden sind, gehören unter anderem Homewise, eine Plattform zur Immobilienbewertung, die Therapie-App Therap.io und Keleya, ein app-basierter Gesundheitscoach für Schwangere. Darüber hinaus hat die W&W Digital zahlreiche weitere Ideen in den Bereichen InsurTech, PropTech und HealthTech entwickelt und getestet.

W&W Digital überzeugt mit Methodik, Skalierung und Netzwerk

Entsprechend punktet die W&W Digital im Ranking von Capital vor allem bei den Aspekten Methodik, also der Vorgehensweise bei der Entwicklung von Geschäftsmodellen, und bei der Skalierung neuer Ideen. Auch das Netzwerk der W&W Digital – durch das einerseits die Brachenexpertise der Wüstenrot & Württembergischen, andererseits das Startup-Know-how und das digitale Ökosystem von etventure genutzt werden können – erzielt in der Studie Bestnoten. Abzüge gab es allerdings bei der Einbindung und Verzahnung mit dem Rest des Unternehmens. Ein Problem, mit dem die W&W Digital nicht alleine ist: „Die Einbeziehung von Unternehmen in Innovation-Labs ist aktuell die größte Hürde“, so die Studienautoren.

Am Ende reiht sich die W&W Digital auf Rang 6 von insgesamt 34 Digitallaboren ein – und gehört damit zu Deutschlands besten Innovation Hubs, auf Augenhöhe mit den Initiativen von Deutscher Bahn, Hermes oder der Digitalfabrik der Deutschen Bank.

Ideen sind da, echter Umsatz fehlt (noch)

Wissenschaftlich begleitet wurde die Studie durch Julian Kawohl, Professor an der HTW Berlin, der bereits etventure bei der Studie „Digitale Transformation 2017“ unterstützt hat. Er konstatiert: „Was funktioniert, ist: Ideen generieren. Da haben die Labs super Fortschritte gemacht. Was fehlt, ist die Bereitschaft der Konzerne, wirklich im großen Stil Ressourcen zur Verfügung zu stellen.“ Und: „Kein Unternehmen hat durch sein Lab signifikantes Neugeschäft aufgebaut.“ Trotzdem ist die Begeisterung bei den Unternehmen ungebrochen, die Zahl der Digitallabore deutscher Konzerne steigt weiter. Und hoffentlich gehört dann die W&W Digital bald zu den Innovation Hubs, die nicht nur gute Ideen generieren, sondern auch echten Umsatz machen.

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