„Wir brauchen mehr Mut, mehr Unternehmergeist“ – Felix Plötz wird Botschafter von etventure

16. Oktober 2017

Jung. Smart. Frisch. Das sind die ersten Worte, die auf Felix Plötz’ Webseite zu lesen sind. Eigenschaften, die der Bestseller-Autor, Unternehmer und Keynote-Speaker mit etventure gemeinsam hat. Und auch sonst deckt sich die Denkweise von Felix Plötz und den Menschen bei etventure in vielerlei Hinsicht. Einfach mal machen! Kreativ, mutig, innovativ sein! Das rät Felix in seinen Keynote-Vorträgen, und etventure rät es seinen Kunden. In Zukunft wollen beide Seiten stärker zusammenarbeiten, um so noch mehr Menschen und Unternehmen mit ihren Botschaften zu erreichen. Grund genug, um Felix Plötz auch unseren Lesern einmal vorzustellen.

Wirtschaftsingenieur, Gründer, Bestseller-Autor, Keynote-Speaker – und das mit erst 34 Jahren. Erzähle uns ein bisschen von deinem Werdegang!

Es ging eigentlich erstmal ganz klassisch los: Studium an der TU Dortmund, Trainee in einem internationalen Großkonzern und innerhalb von vier Jahren ging es dann bis zum Area Sales Manager mit Verantwortung für 30 Millionen Euro Umsatz. Ein toller, anspruchsvoller Job. Und doch merkte ich, dass mir etwas fehlte. Ich hatte Lust, etwas Neues zu starten. Etwas, das für mich persönlich einen Sinn stiftet. Deshalb habe ich neben meinem Job aus der Idee zu einem Spritspar-Training ein eigenes Startup gegründet.

Drei Jahre später – meinen Job im Großkonzern hatte ich mittlerweile gekündigt – habe ich mein Startup erfolgreich an den ADAC verkauft, und gründete daraufhin mein zweites Startup: Den Plötz & Betzholz Verlag, Deutschlands ersten Social Influencer Verlag. Mit „Plötz & Betzholz“ gewannen wir die „Wildcard“ der Frankfurter Buchmesse für unser innovatives, digitales Geschäftsmodell. Zehn Monate nach der Gründung wurde das Startup von der Ullstein Verlagsgruppe übernommen. Aus diesen Erfahrungen heraus weiß ich: Jeder kann sein eigenes Startup zu gründen. Man muss sich nur trauen.

Dein Wissen und deine Erfahrungen gibst du jetzt auch in deinen Büchern weiter.

Genau, über meine Erfahrungen habe ich mittlerweile drei Bücher geschrieben. Mit dem „Little Life-Changing Booklet“ hatte ich mich einfach mal aufs Geratewohl am Schreiben versucht. Danach hatte ich Blut geleckt und gemeinsam mit meinem Geschäftspartner Dennis Betzholz ein weiteres Buch geschrieben – „Palmen in Castrop-Rauxel“ haben wir via Crowdfunding finanziert und komplett in Eigenregie produziert und vertrieben. Mein aktuelles Buch, „Das 4-Stunden-Startup“, greift diese Erfahrung des „Teilzeit-Gründens“ auf und zeigt, dass es auch risikoarme Wege zum eigenen Startup gibt. Mittlerweile ist das Buch seit über 17 Monaten auf den Bestsellerlisten und eines der meistverkauften Wirtschaftsbücher in Deutschland. Das Interesse am Unternehmertum ist also offenbar groß, vor allem auch bei ganz normalen Angestellten. Das versuche ich auch in meinen Vorträgen zu vermitteln: Wir haben enormes unternehmerisches Potenzial in unseren Unternehmen, das wir nur heben müssen. Auch etablierte Unternehmen können den Startup-Spirit in sich wieder aktivieren!

Scheint als wird alles, was du anfasst, zu Gold. Gab es auch Misserfolge und Rückschläge in deiner Laufbahn?

Ja, das ist die Krux mit „Erfolgsgeschichten“. Im Nachhinein scheint alles einfach und reibungslos gegangen zu sein, aber das ist natürlich Unsinn. Es geht nicht immer geradeaus. Ich kann die Fehl- und Rückschläge in meiner Karriere gar nicht zählen, so viele waren es. Und auch heute weiß ich ganz genau, dass von zehn neuen Ideen acht bis neun scheitern werden, obwohl sie total erfolgversprechend klingen. Damit muss man leben lernen.

„Das 4-Stunden-Startup“ – Kann man wirklich mit nur vier Stunden Arbeit pro Woche ein Startup aufbauen?

Zugegeben, vier Stunden pro Woche sind natürlich sehr knapp bemessen. Was ich damit aber ausdrücken will: Es ist durchaus möglich, auch parallel zum bestehenden Job ein eigenes Startup aufzubauen. Das weiß ich aus eigener Erfahrung. Man muss nicht sofort kündigen und alles hinschmeißen. Denn was viele Menschen vom Gründen abhält, ist die Angst vor dem Scheitern. Was, wenn die eigene Idee nicht funktioniert und man am Ende mit leeren Händen dasteht? Wer das eigene Startup nebenberuflich startet, hat weniger Erfolgsdruck. Man kann in Ruhe an der eigenen Idee feilen. Wenn sich diese dann als erfolgreich herausstellt, einen Markt findet und wächst, kann man immer noch entscheiden, ob man seinen Job kündigt. Darüber hinaus lernt man auf diese Weise unternehmerisches Denken und Handeln – und zwar wirklich in der Praxis! Ich sage es immer wieder: Unternehmerisch denkende Angestellte sind eine der wichtigsten Ressourcen, die Unternehmen nur haben können!

Mitarbeiter, die zugleich Unternehmer sind. Das passt sehr gut zur Philosophie von etventure.

Exakt! Das ist auch der Grund, wieso ich etventure so spannend finde. Hier arbeiten Menschen, die digitale Ideen unternehmerisch entwickeln und umsetzen – egal ob in Eigenregie oder für den Kunden. Sozusagen echte Macher und Querdenker. Das ist eine Denk- und Herangehensweise, in der ich mich absolut wiederfinde. Deshalb freue ich mich auch sehr, dass wir in Zukunft enger und verzahnter zusammenarbeiten.

Was ist das Ziel der Zusammenarbeit?

Wir brauchen in Deutschland mehr Mut, mehr Unternehmergeist! Weg vom „Eigentlich würde ich gerne mal …“ und hin zum „Jetzt oder nie“. Es gibt so viele Menschen, die gute Ideen haben, aber sich eben nicht trauen, diese zu verwirklichen. Deshalb ist es wichtig, zu zeigen, dass der Weg zum eigenen Unternehmen kein Traum bleiben muss, sondern durchaus machbar ist. Gleichzeitig muss man auch betonen: Es ist absolut okay, wenn mal eine Idee nicht funktioniert. Auch Scheitern gehört zum Unternehmertum dazu.

Diese Botschaft wollen wir mit vereinten Kräften in die Welt tragen. Wir wollen die Leute ermutigen und das nötige Wissen vermitteln, das es braucht, um als Unternehmer erfolgreich zu sein.

Außerhalb von etventure – was sind deine nächsten Projekte?

Im Moment halte ich sehr viele Vorträge über die Themen Digitalisierung, Startup-Spirit, Leadership und Innovation. Das ist extrem spannend, weil die Bandbreite dabei so groß ist: von Mitarbeiterveranstaltungen bei Weltkonzernen wie Audi oder BMW über Strategietage bei Mittelständlern und Hidden Champions, bis hin zu richtig großen Veranstaltungen wie der Meisterfeier der HWK Stuttgart, wo ich dieses Jahr die Abschluss-Keynote vor über 2.500 Zuschauern halten werde.

Daneben bauen wir auch weiterhin den Verlag bei Ullstein auf. Seit der Integration unseres Startups hat sich natürlich einiges verändert, aber es macht immer noch großen Spaß, sein „Baby“ ein Stück begleiten zu dürfen. Und zuletzt arbeite ich an einem neuen Buch, das sich noch stärker den Themen „Digitalisierung“ und „Startup-Spirit in etablierten Unternehmen“ widmet und im Herbst 2018 erscheinen wird. Es bleibt also spannend!

Lieber Felix, wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

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