Der etventure Digital Transformation CEO Circle geht in die zweite Runde

14. Februar 2017

Nach dem erfolgreichen Start der Eventreihe Digital Transformation CEO Circle im Oktober letzten Jahres folgte nun vergangene Woche die zweite Veranstaltung. In den Stuttgarter Accelerate Spaces brachte etventure einen kleinen Kreis führender Unternehmenslenker aus Baden-Württemberg zusammen, um die Digitalisierung aus dem Blickwinkel von Unternehmen verschiedenster Branchen zu diskutieren. Neben den drei Gründern und Geschäftsführern von etventure und Prof. Dr. Julian Kawohl von der HTW Berlin gehörten auch die Vorstandsvorsitzenden Dr. Gerald Karch (Putzmeister), Jürgen Junker (Wüstenrot & Württembergische) und Hartmut Jenner (Alfred Kärcher) zu den Mitinitiatoren des CEO Circle. Daneben waren die Vorstände und Geschäftsführer der TAKKT AG, der Alfred Ritter GmbH, der Paul Baader GmbH, der All for One Steeb AG sowie der KPMG AG Südwest, vor Ort.

Das Ziel des Digital Transformation CEO Circle ist es, in einem vertraulichen Rahmen offen über Chancen und Herausforderungen der digitalen Transformation zu sprechen. Denn den Vorstandsvorsitzenden und Geschäftsführern kommt bei der Digitalisierung eine entscheidende Rolle zu: Ohne deren Initiative und volle Rückendeckung können so einschneidende Veränderungen und Maßnahmen, wie sie eine erfolgreiche Transformation erforderlich macht, nicht gelingen. Doch auch wenn die Bedeutung der Digitalisierung erkannt wird, geht die Umsetzung oftmals nur langsam voran.

„Bewahrertum“ lähmt die Digitalisierung

Dieses Problem griff auch der Impulsvortrag „Quo vadis Digitale Transformation – warum ist das denn so schwer?“ von Julian Kawohl auf. Er verdeutlichte in seinem Vortrag, dass Innovation in Unternehmen meist vom „Bewahrertum“ gehemmt wird und die Mitarbeiter häufig an altbewährten Prozessen und Denkweisen festhalten. Gleichzeitig bringen neue Player am Markt eine völlig andere Kultur und Arbeitsweise mit unternehmerisch geprägtem Denken mit. Etablierte Unternehmen müssen deshalb neue, agile Arbeitsformen und einen Kulturwandel initiieren, um beim digitalen Wandel nicht den Anschluss zu verlieren.

Wie aber gelingt es, neue digitale Geschäftsmodelle zu entwickeln? etventure-Gründer und Geschäftsführer Philipp Herrmann kennt die Lösung für dieses Problem und wendet sie seit mehreren Jahren auch bei etventure-Kunden branchenübergreifend an: „Um bereits innerhalb weniger Wochen konkrete Ergebnisse vorweisen zu können, sollten die ersten Aktivitäten im „geschützten Raum“, zum Beispiel einer eigenständigen Digitaleinheit, stattfinden. Die ersten Erfolge aus einer solchen Digitaleinheit wirken dann als Initialzündung und müssen aktiv dafür genutzt werden, um sukzessive auch die Kernorganisation für die Digitalisierung zu begeistern. Denn letztendlich ist die digitale Transformation ein Marathon, bei dem man mit einer Digitaleinheit schnell starten und sich einen Vorsprung verschaffen kann. Um das Rennen zu gewinnen, muss jedoch die gesamte Organisation mitlaufen.“ Mit dieser Herangehensweise hat etventure bereits die Digitalisierung bei Stahlhändler Klöckner, dem Anlagenbauer SMS group oder auch bei dem Family Equity-Unternehmen Haniel initiiert.

Auf die richtigen Mitarbeiter kommt es an

Im Rahmen einer Podiumsdiskussion wurden anschließend Initiativen vorgestellt, durch die man dem digitalen Wandel im Unternehmen zum Erfolg verhelfen kann. Im Roundtable diskutierten die Teilnehmer aktuelle Herausforderungen und Hürden sowie Erfolgsfaktoren der Digitalisierung. Dabei war eine wesentliche Erkenntnis: Für eine erfolgreiche digitale Transformation und den Aufbau digitaler Geschäftsmodelle brauchen Unternehmen Mitarbeiter mit unternehmerischem Mindset. Neben digitalem Know-how und Fähigkeiten im Change-Management, müssen Mitarbeiter ebenso Startup-Mentalität und eine innovative, agile Denkweise mitbringen. Eine zentrale Herausforderung ist es jedoch, geeignete Kandidaten am Arbeitsmarkt zu finden und weiterzuentwickeln.

Die Herausforderungen sind gleich

Deutlich wurde beim 2. Digital Transformation CEO Circle außerdem: Egal ob Mittelständler oder Großkonzern, egal ob Schokoladen-Hersteller oder Maschinenbauer – die Herausforderungen und Probleme, mit denen Unternehmen bei der Digitalisierung konfrontiert werden, sind letztlich die gleichen. Umso wichtiger ist ein Format wie der CEO Circle, der es Unternehmenslenkern möglich macht, sich im vertraulichen Rahmen und auf Augenhöhe mit anderen Geschäftsführern über „Pain Points“, Lösungsansätze und konkrete Digitalprojekte auszutauschen.

„Man sollte bei all den Reden über die Notwendigkeit der Digitalisierung und die zahlreichen Herausforderungen eines nicht außer Acht lassen: Die Digitalisierung stellt eine gigantische Chance für Unternehmen dar“, so Christian Lüdtke, ebenfalls Gründer und Geschäftsführer von etventure. „Leider kommt diese optimistische Sichtweise auf die Veränderungen häufig zu kurz. Stattdessen entstehen diffuse Ängste, die nur schwer wieder abgebaut werden können.“

Das positive Feedback der Teilnehmer des CEO Circle hat jedenfalls gezeigt, dass der Bedarf nach einem Austausch groß ist. Und so wird die Eventreihe sicherlich auch zukünftig fortgesetzt.

Ein Teil der Initiatoren sowie des etventure-Teams beim 2. Digital Transformation CEO Circle

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