Top-Thema Digitale Transformation – die Deutschlandstudie von etventure in den Medien

14. März 2016

Heute startet die CeBIT in Hannover. Der Schwerpunkt der Messe in diesem Jahr: die digitale Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Im Vorfeld der Veranstaltung hat etventure mit Unterstützung der GfK Nürnberg eine wegweisende Studie zur Digitalisierung in deutschen Unternehmen vorgelegt. Das Interesse von Seiten der Medien, aber auch von Wirtschaft, Wissenschaft und Politik, an den Ergebnissen der Befragung zeigt, welche große Bedeutung das Thema inzwischen in der Öffentlichkeit hat. Hier ein Überblick über die Berichterstattung zur Deutschlandstudie.

Interne Grabenkämpfe und digitalfaule Konzernchefs

„Interne Grabenkämpfe blockieren den Fortschritt“, titelt die Wirtschaftswoche im Bericht zur etventure-Studie und unterstreicht damit ein wesentliches Hemmnis der Digitalisierung in Unternehmen. Dass Firmen so häufig bei der Digitalen Transformation versagen, liege an zwei Dingen: „Zum einen, dass nur in knapp der Hälfte der Fälle die Digitalisierung tatsächlich Chefsache ist. Die anderen 52 Prozent überlassen den Job der IT-, der Marketing- oder sonstigen Abteilungen. Dabei geht es doch um eine Modernisierung des Kerngeschäftes und nicht um eine neue Buchhaltungssoftware oder eine neue Werbekampagne.“ […] „Doch das ist nicht das größte Problem: Interne Widerstände behindern die digitale Transformation mit Abstand am stärksten.“

Deshalb müsse die Digitalisierung losgelöst sein von bestehenden Strukturen, „um Freiraum für neues Denken zu schaffen und eine schnelle Entwicklung digitaler Geschäftsmodelle zu ermöglichen“, wird Philipp Depiereux, Gründer und Geschäftsführer von etventure, in dem Artikel zitiert. Und die Wirtschaftswoche zieht hierzu ein klares Resümee: „Von einem müssen Unternehmen sich frei machen: Dem Wunsch nach Perfektion und absoluter Sicherheit. Die Transformation wird nicht leicht und es wird Rückschläge geben. Aber wer erst einmal abwartet, was die Konkurrenz macht, um das System dann zu adaptieren und zu verbessern, der ist schneller weg vom Markt als er Digitalisierung sagen kann.“

„Die digitale Transformation mag als Kongressthema ziehen, in den Chefabteilungen der Unternehmen ist das Thema noch nicht so wirklich angekommen“, stellt Horizont-Redakteur Michael Reidel fest. Denn: Die Digitalisierung ist zwar Thema in allen Branchen. „Um so erstaunlicher ist, dass nur sechs Prozent der deutschen Großunternehmen den Umbau als ihr wichtigstes Thema betrachten.“ Ein strategischer Fehler: „Um etwa den Googles und Co dieser Welt etwas entgegensetzen zu können, müsste sich nach Depiereuxs Meinung eigentlich jeder Topentscheider mit dem Thema beschäftigen. Das Gegenteil ist aber der Fall.“

Noch deutlicher wird die Gründerszene. „Deutsche Konzernchefs sind digitalfaul“, titelt das Leitmedium der deutschen Unternehmer- und Startup-Branche. „Wie wichtig ist deutschen Großunternehmen die Digitalisierung? Kaum, so lautet die erschreckende, dann aber auch nicht so recht überraschende Antwort einer aktuellen Studie,“ schreibt Gründerszene-Redakteur Georg Räth. Denn die Ergebnisse der etventure-Studie deckten sich mit dem eigenen Blick in die Branche: Zwar sei es kaum möglich, die „Fülle an Inkubatoren, Acceleratoren und Beteiligungsprogrammen zu überblicken“, die deutsche Unternehmen inzwischen gestartet haben. „Oft wirken diese aber wie Fremdkörper, ein echtes Commitment der Konzernführung fehlt – und lässt die erhofften Wandel-Effekte schnell verpuffen“, so Räth.

Auch die Stuttgarter Zeitung („Unentschlossen bei Digitalisierung“), t3n („Digital, nein danke“), das Markenartikel Magazin („Mangelnde Entschlossenheit in Chefetagen lähmt Digitalisierung“) und haufe.de („Die Tragweite der digitalen Transformation ist noch nicht erkannt“) haben die Deutschlandstudie von etventure in ihrer Berichterstattung aufgegriffen. Außerdem berichtete Dr. Holger Schmidt, Chefkorrespondent mit Schwerpunkt digitale Wirtschaft für das Magazin FOCUS, in seinem Blog Netzökonom über die Studie. Darin schreibt er: „Die digitale Transformation sollte 2016 in eigentlich jeder Chefetage als Thema angekommen sein. […] Doch so weit ist es offenbar immer noch nicht. Drei von fünf Großunternehmen nehmen die digitale Transformation nicht ernsthaft in Angriff, zeigt eine aktuelle GfK-Umfrage im Auftrag von etventure unter 2.000 Unternehmen dieser Größenklasse in Deutschland.“

Optimistischer Blick in die Zukunft

Die Zeit rückt dabei lieber die positiven Erkenntnisse der Studie in den Vordergrund und schreibt: „Wenn es um die Digitalisierung geht, gibt sich die deutsche Wirtschaft verhalten optimistisch: 23 Prozent der Großunternehmen glauben, dass sie dank neuer Technologien mehr Arbeitsplätze schaffen als streichen werden, nur 18 Prozent rechnen unterm Strich mit einem Abbau.“

Dieses Ergebnis war sogar der BILD eine Meldung wert: „Konzerne erwarten neue digitale Arbeitsplätze“, schreibt Deutschlands größte Boulevard-Zeitung und hebt hervor: „Je besser sich die Unternehmen nach eigenen Angaben schon auf die Digitalisierung eingestellt haben, desto stärker wird ein Zuwachs an Arbeitsplätzen erwartet.“

 

Die detaillierten Ergebnisse der Deutschlandstudie „Digitale Transformation und Zusammenarbeit mit Startups in Großunternehmen“ können auch als E-Paper auf der zugehörigen Website angefordert werden.

Empfohlene Beiträge


22. Februar 2017

Titelstory Beratung 4.0: Harvard Business Manager bezeichnet etventure als „Die Digitalpioniere“

Den Kunden mit ausgefeilten Strategiepapieren und Marktprognosen beeindrucken – das war gestern. Die Digitalisierung erfordert auch von Beratern ein Umdenken. In der aktuellen Ausgabe des Harvard Business Manager zeigen die Autoren Ingmar Höhmann und Michael Leitl auf, wie das Consulting der Zukunft aussehen kann. Dafür stellen sie vier neue...


09. Januar 2017

Alles digital! – Philipp Depiereux und Prof. Dr. Julian Kawohl im compass talk

etventure war zu Gast in der Experten-Talkrunde der comdirect bank! Im aktuellen compass talk, dem TV-Magazin der comdirect, diskutieren etventure Gründer und Geschäftsführer Philipp Depiereux und Prof. Dr. Julian Kawohl, Professor für Strategisches Management und Case Studies an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin (HTW), gemeinsam mit compass-Chefredakteur Thomas...


19. Dezember 2016

Schlechte Noten? Kein Problem! – Mathias Weigert und die Unternehmer-Schmiede in der FAZ

„Schlechte Noten? Kein Problem!“ – gute Zeugnisse zählen schon längst nicht mehr zu den Top-Auswahlkriterien eines Unternehmens im 21. Jahrhundert. Branchenabhängig kommt es vielmehr auf andere Qualifikationen an, beispielsweise weiche Faktoren wie Sozialkompetenz, aber auch IT-Kenntnisse, die sich nicht im Zeugnis widerspiegeln. Wie Unternehmen stattdessen die geeigneten Talente herausfiltern...
zurück zur Übersicht