Beide Welten verschmelzen – FintechStars in den Medien

04. April 2016

Klassische Vermögensverwalter bekommen zunehmend Konkurrenz durch sogenannte digitale Robo-Advisor, die ihren Kunden digitale Anlagelösungen zur Verfügung stellen. Auch im Hinblick auf ETFs – Exchange Traded Funds – bieten sie großes Potenzial, insbesondere für Privatanleger. Gregor Puchalla, Geschäftsführer der etventure-Tochter FintechStars sowie Geschäftsführer von FinTechCube, sprach im Interview mit „die bank“ über aktuelle Trends und neue FinTech-Geschäftsmodelle.

Die Nachfrage nach Exchange Traded Funds (ETFs) ist ungebrochen, wobei der ETF-Anteil am Gesamtvolumen des Fondsmarkts in den USA wesentlich höher ist als in Europa. „ETFs haben in Europa noch ein gewaltiges Nachholpotenzial“, konstatiert Gregor Puchalla in dem Artikel. Das liege unter anderem daran, dass es sich um ein Anlageinstrument handelt, das bislang vor allem von institutionellen und weniger von Privatanlegern genutzt wird. „FinTechs könnten dazu beitragen, dieses Verhältnis durch neue Modelle wie Robo Advisor oder Riestersparen auf ETF-Basis zu Gunsten der Privatanleger zu verschieben“, so Puchalla.

Denn die digitalen Player greifen mit neuen, smarten Geschäftsmodellen zunehmend etablierte Finanzdienstleister an, bieten sich aber zugleich als wertvolle Kooperationspartner für klassische Vermögensverwalter und Banken an. Auch bei diesen neuartigen Koalitionen gehen die USA voran. „Vor allem große US-Finanzkonzerne entdecken zunehmend Roboter- und Hybridmodelle für sich und nutzen Startups mit Robo-Advisory-Konzepten beispielsweise als Vertriebweg für die eigenen ETFs“, erklärt Gregor Puchalla. Inzwischen haben sich aber auch auf dem deutschen Markt erste Formen der Zusammenarbeit zwischen FinTechs und Unternehmen gebildet.

Auch eine Verschmelzung verschiedener digitaler Anbieter aus dem Bereichen Robo Advisory und Social Trading sind in Zukunft durchaus denkbar. Hierzu meint Puchalla: „Die passiven, ETF-basierten Anlagestrategien der Robo Advisors grenzen sich bislang weitgehend von den aktiven Anlagestrategien der Social Trading-Anbieter ab […]. Allerdings gibt es bereits Ideen zur Verschmelzung dieser beiden Welten, an denen wir u. a. in unserem eigenen FinTech-Inkubator „FinTechCube“ arbeiten. Ein vielversprechender Ansatz könnte sein, eine aktive Strategie mit einem gewissen Risikoprofil durch einen Robo Avisor zu ersetzen, sobald ein Trader auf einer Social Trading-Plattform seine Strategie nicht mehr weiterhandeln kann oder möchte.“

Mit dem im Dezember 2015 gegründeten Inkubator FinTechCube hat FintechStars gemeinsam mit der Finance Base AG den ersten Full-Service-Provider in diesem Bereich gegründet. Das Ziel von FinTechCube ist es, neue, nutzerorientierte FinTech-Geschäftsmodelle zu entwickeln. Dabei werden einerseits FinTechs durch unternehmerisches und Finanz-Know-how unterstützt. Andererseits erhalten auch etablierte Finanzdienstleister Hilfe bei der Digitalisierung ihres Geschäftsmodells.

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